Kaj Franck


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Kaj Franck

Der finnische Designer Kaj Franck gilt als das Gewissen des finnischen Designs. Er kreierte Objekte mit klaren Farben und schlichten Formen, die multifunktional sind und zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten bieten. Kaj Franck schuf zahlreiche Klassiker aus Glas und Porzellan, die noch heute vom finnischen Unternehmen Iittala produziert werden.

Kaj Franck wurde 1911 im finnischen Viipuri geboren. Nach einem Kunstgewerbestudium arbeitete er zunächst als Illustrator, Innenarchitekt und Textilgestalter, bevor er sich bei den finnischen Unternehmen Arabia und Iittala einen Namen machte. 1950 wurde Kaj Franck außerdem künstlerischer Leiter der Glasfabrik Nuutajärvi. Franck beschäftigte sich hauptsächlich mit den Werkstoffen Glas und Porzellan. Zu seinen Mitarbeitern zählten bekannte Glasdesigner wie Oiva Toikka und Heikki Orvola.

Von 1960 bis 1968 war Kaj Franck außerdem Leiter der Designhochschule Helsinki, wo er das Curriculum und die Ausbildung reformierte. 1973 wurde er Kunstprofessor. Durch seine Tätigkeiten an der Universität wurde Kaj Franck ein einflussreicher Lehrer und seine Ideale verbreiteten sich in der Design-Szene. 1989 starb Kaj Franck.

Die Vorbilder für seine Designs fand Kaj Franck nicht etwa in Skandinavien, sondern in den Idealen des deutschen Bauhauses. Mit seinen einfachen und praktischen Entwürfen wollte er „radikal und sozial“ sein und eine neue Tischkultur für alle Menschen etablieren. Franck wandte sich damit direkt gegen die damalige europäische Tischetikette und die auf Vollständigkeit angelegten Geschirr-Sortimente, die nur im eng abgesteckten Rahmen Verwendung fanden und jedes Teil nur einem einzigen, klar definierten Zweck diente.

Ein schöner Gegenstand war für Kaj Franck unentbehrlich, funktionell, fehlerlos und seine Existenz überhaupt erst durch seine Funktionalität legitimiert. Dieses Motto hat Francks Verstand und seine Hand geleitet, als er Objekte schuf, denen jede überflüssige Dekoration fehlte; Objekte, die heute geliebter Ausdruck der skandinavischen Designästhetik sind. Bei seinen Entwürfen verzichtete er auf alles Überflüssige, so dass nur noch das Unentbehrliche übrig blieb.

Exemplarisch für den Ansatz von Kaj Franck steht die Geschirr-Serie Teema (ürsprünglich Kilta, seit 1981 Teema), die noch heute von iittala produziert wird. Teema war bei seiner Entstehung 1952 eine Art „Anti-Service“ und absolut neuartig. Die mehr als 30 Teile der Geschirr-Serie sind frei kombinierbar und multifunktional einsetzbar. Teema besaß und besitzt keine überflüssige Dekoration. Kaj Franck wählte einfache Formen und ergänzte sie mit klaren Farben.

Die verschiedenen Teile von Teema sind unabhängig von ihrer Farbe frei miteinander kombinierbar und können zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden. Jeder Mensch hat so die Möglichkeit, sich sein eigenes Geschirr ganz nach seinen Wünschen und Bedürfnissen zusammenzustellen. Wie auch Teema entstand 1958 die Glas-Kollektion Kartio aus dem Bestreben heraus, einfache Formen mit klaren Farben zu kombinieren. Teema und Kartio werden noch heute von Iittla hergestellt.

Die Entwürfe von Kaj Franck wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 1955 erhielt er den Lunning-Preis, 1957 den Compasso d’Oro. Kurz nach seinem Tod zeigte das New Yorker MoMA 1992 eine Retrospektive auf Kaj Franck.


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