Die DNA von MENU: Brand- und Designdirector Joachim Kornbek Hansen über die Nachhaltigkeitsstrategie des beliebten Skandi-Labels

DNA von MENU: Brand- und Designdirector Joachim Kornbek Hansen

Das richtige Gespür für gutes Design und die Leidenschaft für die Marke MENU stecken Brand- und Designdirector Joachim Kornbek Hansen im Blut. Sein Grossvater gründete die Marke, die heute zu den erfolgreichsten Interior Brands Skandinaviens zählt, 1978 und legte damit auch den Grundstein für Joachims Karriere. Wir haben MENUs Brand- und Designdirector getroffen und mit ihm über die Geschichte, die Philosophie und die Herausforderung einer Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens in Zeiten der Klimakrise gesprochen.

Lieber Joachim, was begeistert dich persönlich an der Marke MENU?
Ich habe das Gefühl, dass wir nie statisch sind, sondern immer etwas Neues entwickeln – und genau das Gefühl brauche ich. Sei es die Expansion von Produkten und Kollektionen oder einem ganzen Haus, wie THE AUDO – ein hybrider Raum, den wir als Showroom für die Marke, Coworking-Space und Hotel für die Marke nutzen. MENU ist immer in Bewegung und das treibt meine Kreativität an.

Der Co Dining Chair im Foyer

War für dich schon immer klar, dass auch du bei MENU – dem Unternehmen deiner Familie – aktiv einsteigen möchtest?
Nein, eigentlich wurde mir das erst so richtig ab Anfang zwanzig bewusst. Die Rolle und die Verantwortung sind im Laufe der Jahre immer mehr gewachsen, so dass es sich ganz natürlich angefühlt hat. Auch weil ich schon seit Jahren wusste, dass mein Vater (der Gründer von MENU) sich zurückziehen wollte, hatte ich immer mehr das Bedürfnis, diese Position an seiner Stelle auszufüllen.

Was macht gutes Design für dich aus?
Das ist eine schwierige Frage. Ich lasse mich viel von aktuellen Trends beeinflussen, aber ich neige auch dazu, immer wieder zu den einfachen Dingen zurückzukehren. Für mich sollte Design generell immer lässig-elegant sein.

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Ihr arbeitet mit vielen bekannten Designgrössen zusammen. Wonach wählt ihr eure Kooperationspartner aus?
Für uns ist es wichtig, dass die Chemie stimmt. Es sollte allen Beteiligten Spass bei der gemeinsamen Entwicklung und Gestaltung machen. Auch der Geschmack und Stil spielen eine zentrale Rolle. Ich muss mir sicher sein, dass ich dem Input der Designer, mit denen wir zusammenarbeiten, vertrauen kann. Wenn sie dann also sagen, dass etwas gut ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass dem wirklich so ist.

Zeitloses Leinenkissen im Wohnzimmer

Wie würdest du die Unternehmensphilosophie von MENU beschreiben?
MENU ist immer offen und neugierig. Das AUDO ist die physische Form unserer Überzeugungen. Wir wollen einen Ort haben, an dem wir uns treffen und zusammenarbeiten können. Wir glauben an den Input aus der Welt ausserhalb der Mauern des Unternehmens und wahren stets die Begeisterung für das grosse Ganze.

Und was hat sich in den letzten Jahren dabei am meisten verändert? Wie habt ihr auf aktuelle Ereignisse, wie die immer bedrohlicher werdende Klimakrise, reagiert?
Wir haben sehr aktiv darauf geachtet, dass wir viele Parameter einhalten, von der Art und Weise, wie wir produzieren, bis hin zu Frachtbeschränkungen usw., um zu sehen, wie wir das Klima so wenig wie möglich beeinträchtigen können. All das haben wir kürzlich in unserem Sustainability Manifesto festgehalten.

Menu - Plinth Beistelltisch, rose

Das klingt spannend! Kannst du uns die Hauptsäulen eures Sustainability Manifestos beschreiben?
Langlebigkeit – wir wollen Produkte herstellen, die den Test der Zeit bestehen.

Marktnahe Produktion – wir wollen in der Nähe der Orte produzieren, an denen wir die meisten unserer Produkte verkaufen. Minimierung der Frachtkosten.

Verantwortungsbewusstsein – wir haben einige Parameter geschaffen, die wir bei unseren Produkten einhalten müssen, um sie als verantwortungsbewusst bezeichnen zu können.

Die Battus Wolldecke von Menu

Und was würdest du sagen ist die grösste Herausforderung bei der Einhaltung des Manifestos?
Manchmal stellt man fest, dass Produktionsmethoden oder Materialien, die man noch vor 5 bis 10 Jahren für selbstverständlich hielt, nicht mehr geeignet sind. Hinzu kommt die wirtschaftliche Seite. Es ist oft nicht die günstigste Lösung, nachhaltig zu produzieren. Aber das zwingt uns dazu, intelligenter zu denken.

Worauf bist du dabei am meisten stolz?
Auf eine Menge Dinge bei MENU. Unmöglich, sie in eine Reihenfolge zu bringen. Aber privat definitiv auf meine Frau und meine Kinder.

Minimalistisches Regalsystem aus Holz und Stahl

Wie kann man sich deinen Arbeitsalltag vorstellen und was macht dich daran am glücklichsten?
Er ist sehr abwechslungsreich und ich habe selten einen Tag, der gleich ist. Es gibt viele Besprechungen. Aber eines meiner liebsten Dinge ist es, Muster für kommende Produkte zu sichten. Die Magie der Arbeit und die Vorstellung, etwas auf Papier oder in einem Rendering zu sehen, ist für mich jedes Mal wieder wie Weihnachten.

Last but not least: Kannst du uns schon einen kleinen Sneak-Peek geben? Auf welche Produktneuheiten dürfen wir uns im Herbst/Winter freuen?
Zu viel will ich noch nicht verraten, aber wir werden voraussichtlich bald Produkte launchen, die den Nutzenden dienen sollen …

Co Dining Recycled Plastic Chair, schwarz von Menu
Mimoides Leinen Kissen, 40 x 40 cm, birch von Menu
Menu - Offset Sofa, 3-Sitzer, beige (Savanna 202)
 Zet Storage System, L 150 x H 70 cm, schwarz / Eiche dunkel von Menu
Column Tischleuchte in Bronze von Menu
Plinth Tall Beistelltisch, rose von Menu
Reverse Tischleuchte, Ø 24 x H 30 cm, Messing brüniert / Travertin-Stein von Menu
Harbour Column Bistrotisch Ø 80 cm, vierfuss, Marmor Kunis Breccia / schwarz von Menu
Plinth Cubic Beistelltisch in rose von Menu
Battus Wolldecke, 130 x 185 cm, ivory von Menu
 
 

Beitrag vom 04.10.2021, von Isabelle Diekmann

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