Vitra Geschichte

Die Erfolgsgeschichte des Traditionsunternehmens Vitra begann eher zufällig: 1950 wurde der Familienbetrieb von Willi und Erika Fehlbaum gegründet, doch erst 1953 stieß das Ehepaar bei einer USA-Reise auf Möbel von Charles & Ray Eames - und es war um sie geschehen. Die Fehlbaums waren so sehr von den Entwürfen der amerikanischen Designer begeistert, dass sie die Lizenzen zur Produktion erwarben und die Eames-Möbel 1957 erstmals nach Europa brachten.

Fehlbaum & Designer

Im Zuge der Lizenzverhandlungen erwarben Willi und Erika Fehlbaum auch die Rechte an Möbeln von anderen Designern, die heute absoluten Klassikerstatus besitzen: Alexander Girard, Isamu Noguchi und George Nelson wurden in Europa ebenfalls durch Vitra bekannt. Bald sollten auch europäische Designer auf den schweizerischen Familienbetrieb aufmerksam werden: Anfang der 1960er-Jahre begann Vitra die Kooperation mit Verner Panton, die bis zu dessen Tod im Jahr 1998 andauern sollte. Aus dieser Verbindung gingen Legenden wie der damals revolutionäre Panton Chair hervor - und sowohl Vitra wie auch viele Designer erkannten die Vorteile weiterer Kooperationen.

Nach Panton folgten weitere große Namen der Designszene, die mit Vitra zusammenarbeiteten: Jasper Morrison, Maarten van Severen und Antonio Citterio sind nur einige der großen Namen, die Klassiker in Kooperation mit Vitra geschaffen haben. Möglich wurde dieser Erfolg nur durch die konsequente Verbindung von Design, Qualität und Funktion: Seit jeher arbeiten Designer, Ingenieure und Architekten bei Vitra Hand in Hand, um auch höchste Ansprüche an Möbel zu erfüllen. Die Produkte sollen sowohl ästhetisch als auch qualitativ über Jahrzehnte bestehen. Dieses hoch aktuelle Konzept der Nachhaltigkeit steht bei Vitra schon seit der Unternehmensgründung ganz oben auf der Agenda.

Brand bei Vitra

Nach einem Brand der Produktionsanlagen in Weil am Rhein startete Vitra 1981 ein neues Projekt: Der Vitra Campus sollte in den folgenden Jahren entstehen und die Tätigkeit von Vitra über den Möbelbau hinaus erweitern. Auf dem Campus versammeln sich mittlerweile ein Designmuseum, eine Sammlung der Möbel der Moderne, Räumlichkeiten für Workshops und sehenswerte Bauten von namhaften Architekten wie Frank Gehry, Nicholas Grimshaw, Zaha Hadid, Tadao Ando und Herzog & de Meuron. Im Zuge dieser Expansion erweiterte der schweizerische Hersteller nach und nach auch das Produktportfolio: Seit 1984 besitzt Vitra die internationalen Rechte an vielen Designklassikern und darf diese weltweit vertreiben. Auch Accessoires, Skulpturen, Objekte für Kinder und komplette Einrichtungslösungen werden heute von Vitra gestaltet und produziert.

Vitra Campus

Auch aktuell versammeln sich viele große Namen beim Familienunternehmen aus der Schweiz: Alberto Meda, Ronan & Erwan Bouroullec, Jasper Morrison und viele weitere bekannte Designer zeugen davon, dass Vitra auch heute einen hoch angesehenen Namen besitzt. Einen Namen, an dessen gutem Ruf sich bei den Werten, für die das Traditionsunternehmen steht, so schnell nichts ändern wird.